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IMPRESSUM

>> "Keine Ecken, keine Ecken, in die nicht Flammen lecken!"
>> 15 mars: Mélusine: fée ou sorcière? pin-up ou symbole féministe? - Après-midi d’histoire au Cid
>> 19 mars: colloque transgenre
>> 2. Juli: Das Grauen von Frauen
>> 29.09.: Die Glücksfee kommt ins Cid
>> 41. Tagung der deutschsprachigen Fraueninformationseinrichtungen in Luxemburg
>> 5. Kriminacht Grauen von Frauen am 9. Dezember
>> Ab in den Herbst I : die Bilder vom Fest
>> Ab in den Herbst!
>> Ausstellung Frauen im KZ Ravensbrück in Mersch
>> Bibliotheksfest am 9. Oktober
>> Bilder, die bleiben
>> book a book
>> Boys' Day im Cid-femmes
>> Contre la montre et contre les stéréotypes
>> Das Gelächter der Geschlechter
>> Das Grauen geht weiter…
>> Das Grauen von Frauen
>> Diskussionsrunde Feministische Medien und Popfeminismus am 10. November
>> Du 26.4. au 1.5: Elsy Jacobs et le sport cycliste féminin en l'honneur
>> Feministische Theorien…
>> Fermeture annuelle / Winterpause
>> Geballtes Frauenwissen
>> Ich finde keine Worte mehr…
>> Island entdecken
>> Japan-USA: Public VIEWING and PICNIC in the PARK
>> Jetzt schon notieren!
>> Journée du Foot Féminin
>> Lecture de midi / MittagsLesung
>> Listen!
>> Ministerin Françoise Hetto-Gaasch zu Besuch im Cid-femmes
>> Neustart Feministischer Theoriekreis
>> Public VIEWING an PICNIC in the PARK
>> Samstes, den 27.9.: d'Melusina kënnt an de Cid
>> Schöner morden - Kriminacht in der Bibliothek
>> Unsere ladies of crime
>> Wozu braucht es Frauenbibliotheken?
>> Zériö?! - Satiresches vu Fraen

19. MäRZ: SEMINAR TRANSGENDER IM CID-FEMMES / 19 MARS: COLLOQUE TRANSGENRE AU CID-FEMMES

logo transgender

 (article en français)

ALLE GESCHLECHTER SIND IN DER NATUR…

...ABER NICHT GLEICH VOR DEM GESETZ

am 19.03.2010

Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ist ein Thema in Luxemburg, das im Arbeitsumfeld wie in der Schule zunehmend in den Vordergrund gebracht wird. Dabei vollkommen ausgenommen ist die Existenz anderer Geschlechter, die der Binarität "Mann/Frau" nicht entsprechen, wie z.B. intersexuelle oder transsexuelle Personen.

Sie werden wie alle anderen transidenten Menschen als krankhaft dargestellt. Zugrunde liegen starre Vorstellungen von Geschlecht bzw. der Geschlechtsrolle und die Vorannahme, dass Geschlecht 'natürlich' sei und eine zuverlässige Übereinstimmung zwischen biologischem Geschlecht und Geschlechtsidentität bestehe. Diese vermeintliche Sicherheit wird jedoch durch diejenigen gestört, die den heteronormativen Bildern von Männlichkeit bzw. Weiblichkeit nicht entsprechen. Die Genderwissenschaften haben in den vergangenen Jahrzehnten Kritik an diesen einseitigen Bildern hervorgebracht und Begrenzungen für Individuen wie Gesellschaft aufgezeigt. Auch wurde herausgearbeitet, dass die vermeintlichen Grenzen zwischen den Geschlechtern schon immer durchlässig waren. Um das Phänomen "Transidentität" besser begreifbar zu machen, ist ein Perspektivenwechsel notwendig. Daher wird im Rahmen des Kolloquiums die Konstruktion von Geschlecht aus unterschiedlichen, interdisziplinären Perspektiven
dargestellt.

Ziel des Kolloquiums ist, starre Normvorstellungen von Geschlecht, Geschlechtsidentität und sozialer Rolle aufzuweichen. Darüber hinaus wird eine kritische Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten wie 'Normalität' und 'Krankhaftigkeit' gefördert. Definitionsvielfalt, Perspektivenwechsel und Uneinheitlichkeit von Identitätsentwürfen in einer Gesellschaft sind Stichpunkte der Diskussion. Ferner soll das Publikum für direkte und indirekte Formen der Diskriminierung von Menschen in Luxemburg sensibilisiert werden, die der
traditionellen heterosexuellen Norm nicht entsprechen.

Das Kolloquium richtet sich nicht nur an ein multidisziplinäres Fachpublikum, das sich mit Mechanismen von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, geschlechtlicher Identität und/oder sexueller Orientierung auseinandergesetzt hat, sondern auch an Menschen, die durch Kontakt mit transidenten Menschen bereits Erfahrungen mit dem Thema „Transidentität" gesammelt haben (in den Bereichen Erziehung, Gesundheitssystem, Justiz, Universität, NGOs, transidente Personen und ihre Familien und Freundeskreis
etc.). Ferner ist die interessierte Öffentlichkeit eingeladen.

Org.: Transgender Luxemburg in Kooperation mit dem Cid-femmes

Ort: Cid-femmes, 14, rue Beck, 2. Stock, L - 1222 Luxembourg

Ankündigung, Programm + Anmeldeformular: Programm.pdf

Eröffnungsabend

Am 18. März wird um 20.30h zur Eröffnung des Kolloquiums der Dokumentarfilm „Red without blue" (OV
engl.) in der Cinémathèque gezeigt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Inhalt: Bei ihrer Geburt im Jahr 1983 scheint das Leben den eineiigen Zwillingen Marc und Alex nur Gutes zu versprechen. Sie haben liebevolle Eltern und eine innige Beziehung zueinander.
Doch mit der Pubertät beginnen die Probleme: Die Eltern lassen sich scheiden, die Jungen fangen an Drogen zu nehmen und unternehmen gemeinsam einen Selbstmordversuch. Außerdem outen sich beide als schwul. Um sie von den Drogen wegzubekommen, werden sie zwei Jahre lang voneinander getrennt. Der Film setzt ein, als die beiden sich wieder begegnen: Marc studiert inzwischen und Alex ist jetzt Claire und erwägt eine Geschlechtsangleichung.

Die vielfach preisgekrönte Dokumentation folgt ihnen über drei Jahre hinweg, zeigt ihre nach wie vor enge emotionale Bindung zueinander, aber auch ihr Streben nach Unabhängigkeit und ihre Sehnsucht nach Familie. Claires Konfrontation mit der Mutter, die die Transition nicht akzeptieren will, wird ebenso eindringlich thematisiert wie Marcs Versuch einer Beziehung.

Ort: Cinémathèque, 17, place du Théâtre, L - 2613 Luxembourg