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IMPRESSUM
 
 

LOOK A BOOK 09

Hier die Buchvorstellungen aus unserem look a book, der Sommerausgabe des Cid-info mit Buchempfehlungen (nicht nur) für die Sommerzeit.

Reisen nach Büchern - Bücher zum Reisen

L'inaperçu
Sylvie Germain

(cb) D'après la quatrième de couverture, ce roman nous parle des secrets et des drames d'une famille „ordinaire", composée d'un patriarche autoritaire, de mères affairées et d' enfants fragiles. Un jour, survient Pierre, une sorte d'ange gardien, qui partagera leur vie. A travers des rétrospectives les lecteurs et lectrices découvrent les secrets des personnages et les liens mystérieux entre leurs vies.

C'est surtout le personnage de Sabine Berynx qui marque cette histoire, car - malgré les coups du destin - elle réussit à se libérer des contraintes d' épouse, de belle-fille, de mère et de femme d'affaires. Vous direz peut-être : „Rien d'extraordinaire en ce début du 21e siècle"? Alors sachez que l'histoire se joue dans les années 60-70 du siècle passé ...

(Ed. Albin Michel, 2008, 294 pages)

Wintergewölbe
Anne Michaels (Kanada & Ägypten)

(Ulrike Bail) Zehn Jahre nach dem wunderbaren ersten Buch ‚Fluchtstücke' von Anne Michaels erschien nun Wintergewölbe, ein nachdenkliches, dichtes, poetisches Buch, das es wert ist, dass man es langsam liest. Der Roman erzählt von Avery und Jean, die sich im wasserlosen Bett des St.-Lorenz-Stroms kennenlernen. Avery ist als Ingenieur an der Begradigung des Flusses beteiligt, Jean sammelt die Pflanzen, die es bald so nicht mehr geben wird, um sie zu bewahren. Als Avery nach Ägypten geht, um den Tempel von Abu Simbel wegen des Nasser-Staudamms zu versetzen, begleitet ihn seine Frau. Dort leben sie auf einem Hausboot gegenüber der riesigen Baustelle, die für beide immer fragwürdiger wird, hat sie doch die Umsiedlung der Nubier zur Folge, die ihre Traditionen, ihre heiligen Ort, ihre Gräber und damit ihre Geschichte und ihre Identität zurücklassen müssen. Dort verliert Jean auch ihr ungeborenes Kind. Dieser Verlust treibt die beiden auseinander, so dass sie später, wieder nach Toronto zurückgekehrt, getrennt leben. Avery beginnt Architektur zu studieren, Jean verliebt sich in den polnischen Künster Lucjan, der das Warschauer Ghetto überlebt hat. Im letzten Kapitel kommen die beiden Liebenden wieder zusammen, in ‚einer empfindlichen neuen Möglichkeit', die wieder verschwindet würde, „wenn sie jetzt unpräzise sprächen". Dieses Kapitel trägt die Überschrift ‚Petrichor', ein Wort für den Geruch des Regens auf trockenem Grund, wenn es lange nicht geregnet hat. Der Roman thematisiert auf poetische Weise die großen Fragen von Verlust und Vergebung, Zerstörung der Natur und verlorener Schönheit, von Abwesenheit und Trauer, von Erinnerung und Schmerz, Überleben und Zärtlichkeit, Stein und Haut. Immer wieder stößt man auf Sätze, an denen man lange hängen bleibt: „Manche Tage, dachte Jean, sind nur aus Liebe möglich."

(Berlin Verlag 2009, 349 Seiten)

Le film
Cypora Petitjean-Cerf,

(js) Bienvenue chez les ch'tis : dans une petite commune du Nord, Ruth, l'institutrice, ne supporte plus ses élèves. Pour ne pas désespérer et déprimer totalement, elle décide de convaincre sa voisine Gisèle de tourner un film, un documentaire sur les racines des deux femmes.

Inutile de dire que cette entreprise aura des répercussions sur la vie de Ruth et de son entourage...

Le roman raconte la vie quotidienne au jour le jour de ses protagonistes. Au fil des pages, on commence à se familiariser avec ces „gens du Nord" qu'on suit dans leur train train quotidien: Enfant, Ruth voulait être juive, malgré l'opposition de son père, et Gisèle, adoptée à sa naissance, écoute Julio Iglesias du matin au soir parce qu'elle se croit espagnole. L'expérience de Gisèle suscite aussitôt la jalousie de Chrissie, la boulangère, tandis que Juan, le mari timide de Gisèle, se réfugie dans les beaux-arts tout en s'émancipant de plus en plus.

À noter encore que les dialogues abondants se tiennent...en ch´tis. Un exemple: « T'es vraiment pô curieux, toi ! J'te dis qu'y m'arrive une chose formidab' et tu demandes même pô c'est quô! »

Le film est un roman agréable à lire qu'on pourrait classer dans la catégorie vite lu - bien plu.

(Roman Stock, 2009, 345 pages)


Qui a tué l'ayatollah Kanuni ?
Naïri Nahapétian

(fw) Une féministe se présente aux élections avec un programme de défense des droits des femmes. Rien d'étonnant ? Peut-être si : il s'agit de Leila Tabihi, qui pose sa candidature pour les présidentielles au Conseil des gardiens de la Constitution à Téhéran. Un jeune journaliste franco-iranien, Narek Djamshid, revient en République islamique qu'il n'a plus visitée depuis la fuite de sa famille à Paris dans les années 1980, et demande à la rencontrer. Après lui avoir emboîté le pas pour la suivre au Palais de Justice, il est témoin d'un fait divers tragique.

Pour certain-e-s amateur-e-s de polars, l'intrigue développée au cours des quelque 250 pages qui suivent peut manquer de mordant et laisser sur sa faim, mais le roman est bien écrit, bien ficelé et se lit d'une traite. Il permet surtout de découvrir une société méconnue : l'Iran fait presque quotidiennement la une de nos journaux mais beaucoup d'images véhiculées nourrissent des clichés sur une dictature uniforme et rigide régie par quelques extrémistes barbus qui dirigeraient les moindres détails de la vie quotidienne de leurs citoyen-ne-s. Le principal protagoniste du livre appartient à la communauté arménienne : avec lui les lectrices et lecteurs découvrent l'univers de la classe moyenne aisée urbaine, mais également beaucoup d'autres détails sur la vie quotidienne iranienne qui ne manquent pas d'étonner. Une lecture qui permet de se familiariser sans effort avec le quotidien en République islamique et de contrer nombre de préjugés que nous pouvons avoir sur la société perse et la place que les femmes y occupent.

(Editions Liana Levi, 2009, 277 pages)


Solange du lebst
Louise Erdrich

(ke) Absolut beeindruckend ist der neue, und mittlerweile zwölfte Roman der amerikanischen Schriftstellerin Louise Erdrich. Der Schauplatz ist die Kleinstadt Pluto, die am Rande des Chippewa-Reservats in North Dakota angesiedelt ist. In vielen Stimmen lässt die Autorin ihre ProtagonistInnen von einem dramatischen Ereignis erzählen, das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft.

Nachdem im Jahr 1911 eine weiße Siedlerfamilie in ihrem Farmhaus - ohne erkennbares Motiv - erschossen wird, üben die „aufrechten" Bürger vor Ort Lynchjustiz an denen für sie üblichen Verdächtigen: vier jungen indianischen Männern aus dem Reservat. Um so bitterer ist ihre Tat, da die Indianer zuvor den Mord entdeckt hatten und das Baby, das als einziges überlebt hatte, zu retten versuchten. Und noch einer überlebt, es ist der junge Indianer Mooshum.

In dem in der Gegenwart spielendem Teil der Geschichte ist er es, der seiner Enkeltochter Eveline die erste Spur zur Geschichte weist. Bald wird sichtbar, wie auch sie in die Vergangenheit verwickelt ist, mütterlicherseits stammt sie von einem Opfer ab, väterlicherseits von Teilnehmern an der Lynchaktion. Sie beginnt genauer hinzuhören: „Ich verfolgte die blutige Spur der Morde quer durch die Familien meiner Mitschüler und Freunde, bis ich ein kompliziertes Geflecht aus Linien und Doppelkreisen aufzeichnen konnte." Viele weitere Stimmen ergänzen die Geschichte, sprechen über die Rolle der christlichen Kirche, über den Verlust und die Bewahrung indianischer Traditionen, über Liebe, Männlichkeit und immer wieder auch über Gewalt. Dabei ist nicht nur die Vielfalt der Stimmen erstaunlich, sondern auch die Formen in denen sie erzählen: heimlich erlauschte Gespräche, erzieherische, mit dem Anliegen der Überlieferung geführt, Liebesflüstereien, Briefe und Tagebücher. Trotz der Schwere des Themas gelingt es Louise Erdrich (*1954) wie auch in ihren vorangegangenen Werken, immer wieder komische Passagen einzufügen, am witzigsten mit Großvater Mooshum, die der Macht der Gewalt ein wenig Contra geben. Unbedingt lesenswert.

(Insel 2009, 396 Seiten)

Clarissas empfindsame Reise

Irene Dische

(ke) Clarissa, eine junge Frau Mitte Dreißig, die sich als Jugendliche nach Deutschland abgesetzt hat, reist zurück in das Land ihrer Kindheit, die USA. Gerade ist ihre Klischee-Liebesbeziehung - à la älterer Dichter liebt junge und intelligente Frau - zu Ende gegangen, und nun sucht sie die Trauer mit einem anderen intensiven Gefühl, dem der Rückkehr, zu vertreiben. Absichtlich fliegt sie nicht direkt nach New York, wo sie aufgewachsen ist, sondern nach Florida. Das Ankommen will dosiert sein.

Es folgt eine Reise, einem Roadmovie gleich, quer durch die Staaten von Florida über Tennessee nach Alaska. Dabei gerät Clarissa in die brodelnde Zeit des Vorwahlkampfes im Frühjahr 2008. Noch ist die Entscheidung zwischen Clinton und Obama nicht gefallen. Wohin es Clarissa auch treibt, auf den Bildschirmen der Hotellobby, in den Gesprächen mit den diversen Reisebekanntschaften, die KandidatInnen sind allgegenwärtig.

Während die sehr von sich selbst überzeugte Protagonistin alles, was ihr begegnet, an ihrer gerade beendeten Liebesbeziehung misst und meint, nichts könne dieser emotional das Wasser reichen, sind diese Begegnungen für die LeserInnen durchaus spannend. Sie führen klassische US-amerikanische Stereotype vor, nur um sie kurz darauf wieder zu demontieren, und das, wie immer bei den Romanen von Irene Dische (*1952 in New York), auf sehr amüsante Weise!

(Hoffmann und Campe 2009 160 Seiten)

Trio mit Ziege

Susanne Jaspers

(ke) Zur falschen Zeit am falschen Ort! Sie sind schicksalhaft verbunden durch eine Leiche: Ein selbstherrlicher Dorfbürgermeister, der kurz vor den Wahlen steht, die osteuropäische Aushilfe von Connys Blumenladen, ein ängstlicher Metzgermeister, der von der Expansion seines Ladens träumt und ein grundverwirrter Ziegenwirt. So unterschiedlich ihre Interessen im Einzelnen sind, der unerwartete Leichenfund macht sie alle erpressbar. Und so wird gemauschelt und vertuscht, was das Zeug hält!
Der erste Krimi von Susanne Jaspers (*1970 in Aachen), die selbst im Luxemburger Verlagswesen arbeitet, überzeugt durch Humor und die richtige Portion Schadenfreude. Einige Klischees weniger (die Überzahl der Klatschbasen, die Osteuropäerin mit Sexappeal) und das ganze wäre perfekt.
(Saint-paul 2009, Seiten 247)

 

For girls - not only

 

La sérénade d'Elena

Campbell Geeslin (texte) & Ana Juan (illustrations)

(ke) Quelle magie! En regardant son père travailler avec ses matériaux, le verre liquide, le feu et le souffle délicat, Elena rêve de devenir souffleuse de verre. Mais son père n'est pas d'accord: on n'a jamais vu une fille faire cela. Alors Elena se déguise en garçon et part vers Monterrey pour entrer en apprentissage chez les meilleurs souffleurs de verre du pays. Pendant le voyage, elle se fait des amis et se découvre des talents très spéciaux ...

Une histoire parfaite pour alimenter ses rêves comme pour affirmer l'estime de soi. Avec des illustrations vives et pleines d'imagination.

(Gautier Languereau 2006, livre d'images)

Sous la peau d'un homme

Praline Gay-Para (texte) & Aurélia Fronty (illustrations)

(ke) Un concours d'inégalités suscité par un père qui se moque de son frère qui n'a «... que des filles». La plus jeune de ces « sept misères », comme les appelle l'oncle, en a assez de cette arrogance et invite son cousin à un concours: les deux abandonnent pour une année et un jour leurs familles et leur village. Celui où celle qui reviendra en ayant le mieux tiré profit du voyage, va gagner. Ils partent très différemment équipés: l'un avec un cheval, un manteau superbe et un sac énorme rempli de mets et de boissons divers, l'autre seulement avec un pain, des olives et une gourde d'eau. Mais déjà le premier défi va faire basculer le destin ...

Plus tard, la jeune fille se dirige vers un royaume gouverné par un prince arrogant, qui n'a que dédain et mépris pour les filles. Les cheveux dissimulés dans la capuche de son manteau, elle se fait annoncer comme un cavalier demandant l'hospitalité pour trois nuits. De cette rencontre s'ensuit une relation trouble et profonde, qui va bouleverser le point de vue du prince. Un conte avec beaucoup de rythme et d'ironie et avec des illustrations magiques, pleines de fantaisie.

(Didier Jeunesse 2007, livre d'images)

 

Salto am Aquarium

Nicole Paulus (Luxemburg)

(ke) Fëschpower! Esou eng puer honnert Liter Waasser kënnen zolitt un d'Spruddelen geroden, wa se vun zwee, esou virwëtzegen Goldfësch ewéi d'Fleur an d'Cassis bewunnt ginn. Elo grad nach an enger Bud um Knuedler doheem, planschen si elo am Living vun der Famill Dax-Caramel. Zu där gehéiren, nieft den Elteren, nach d'Kanner Juliette, Noé a Bébé. Dat héiert sech alles ganz friddlech un, mee tatsächlech bleift et ni laang roueg ronderëm deem neien Aquarium: Ganz alleng virum Glas - ënnert den opmierksamen Aen vun de Fësch - verwandelt sech dee soss esou séiss-schnurrende Kueder an eng richteg Katastrof. Fir d'Fleur ass hien op ee Coup e Pirat ginn, deen een esou séier ewéi méiglech muss lassginn... Donieft huet dee klenge Fësch och nach d'Hausaufgabe vum Noé um Bockel a muss sech géint ee gemengen Abriecher wiren!

Vill Erausfuerderungen musse gemeeschtert ginn, vill Waasser muss fléissen a sprëtzen, bis datt erëm Rou am Aquarium ass!

Eng witzeg Geschicht mat vill Tempo a Spannung vun der Lëtzebuerger Kannerbuchautorin Nicole Paulus, déi et ëmmer erëm fäerdegbréngt, fir d'Fantasie vun de Kanner spruddelen ze loossen. (Schortgen 2009, 72 Seiten)

 

 

Zuhören

 

Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns
Gisela und Bettina von Arnim

(ke) Was für eine Lust - Romantik pur! So zart die Sprache voranmäandert, „ein Weglein sich schlängelt", "ein Gärtchen erblühet" und „das Prinzchen verzweifelt" ... , so wild vergnügt ist die Geschichte. Die kleine Hochgräfin Gritta lebt mit ihrem verwitweten Vater, einem Erfinder, auf der heruntergewirtschafteten Burg der Rattenzuhausbeiuns und ernährt sich von Haferbrei. Bald aber wird sie in ein Kloster verfrachtet, in dem sie sich, da sie doch gänzlich antiautoritär veranlagt ist, nicht wohl fühlt. Kurzerhand flieht sie und nimmt dabei ihre elf Freundinnen gleich mit! Von nun an erlebt die pfiffige Mädchenbande - gleich Robinson Crusoe - aufregende Abenteuer in fremden Welten: Sie erleiden Schiffbruch, werden zu Selbstversorgerinnen in der Natur, brauen Bier und stürzen einen intriganten und ausbeuterischen Königsberater. Und das ist längst noch nicht alles.

Die literarische Überlieferung ist nicht gesichert. Es wird davon ausgegangen, dass die 17jährige Gisela von Arnim, angeregt durch ihr literarisches Umfeld und unterstützt von ihrer Mutter, der Schriftstellerin Bettina von Arnim, die als Co-Autorin zählt, den Märchenroman gegen 1840 verfasste. Wunderschön gelesen von Ulrike Grote ein willkommener Anlass aus dem Alltag abzutauchen!

(GoyLit - Produktion vom Norddeutschen Rundfunk 2009)