POP / ELEKTRO / ALTERNATIVE
tUnE-yArDs – Bird-Brains
Hinter tuneyards versteckt sich ein
Ein-Frau-Projekt. Genau wie Micachu verarbeitet auch Merril Garbus die
akustische Alltagskulisse zu experimentellen Soundinstallationen -
wenn auch weniger poppig als diese. Einordnen lässt sich das Ganze unter
Lo-Fi, Anti-Folk, Elektro mit einer Prise World-Beat. Als Klangteppich
dienen ihr Spielzeug, Kindergeplapper, Meeresgeräusche und
Hustenanfälle... Die Lieder sind subtil arrangiert, halten zusammen und
einige wie „Sunlight" oder das wunderbare „Hatari" möchte man immer
wieder hören.
Eine schöne Platte, mitunter etwas anstrengend und mit
einigen Längen. Aber darüber hört man gerne hinweg.
Micachua - Jewellery
Wie verarbeitet man Küchenmaschinen und andere
Utensilien des täglichen Lebens in guten Pop-Songs? Die Antwort darauf
kennt Micachu. Die 21jährige Sängerin, Songwriterin und Soundbastlerin
Mica Levi hat 2009 ein Album vorgelegt, das Pop - oder ist es Punk? -
zum Teil neu definiert. Herausgekommen sind kurze, einprägsame und
erfrischende Songs mit schnellen Beats, unterlegt mit einer ganzen
Flotte an Klingeln, Staubsaugern, Bohrmaschinen und anderen nicht immer
identifizierbaren „Alltagsinstrumenten".
Richtig interessant wird
die CD ab dem Song „Golden Phone", eine Symphonie für Glocken und
Scherben, gefolgt von „Ship"und weiteren Überraschungen
AGF - Einzelkämpfer und Words are Missing
AGF aka Antye Greie zu beschreiben ist nicht einfach und so findet man auch im Netz die unterschiedlichsten Zuweisungen: Digital-Songwriterin, E-Poetin, philosophische Sound-Artistin...
Ihre Texte sind häufig Wortcollagen: Sätze, die sie auseinanderreisst, neu zusammensetzt und verfremdet. Ebenso die Musik: elektronische Soundfragmente an der Schnittstelle zwischen Elektronik und Ambient, abstrakt und geheimnisvoll. Das klingt mitunter etwas gequält und düster, dafür aber nie eingängig. Eine innovativ-experimentelle Musik, auf die man sich einlassen muss. Nichts für Nebenher, sondern vor allem zum aufmerksamen Hören.
JAZZ / EXPERIMENTAL
Tanya Tagaq – Auk-Blood
Es
ist erstaunlich welche Entwicklung Tagaq in den letzten 6 Jahren
durchlaufen hat. Sie kollaborierte mit Björk und dem Kronos Quartet;
tourte mit den führenden, globalen Künstlern.
Sie machte sich einen Namen in der experimentellen Musikszene und dies
vor allem durch ihren einzigartigen Gesangsstil. Sie ist Inuit und
verköpert auf ihre ganz authentische Weise den heimischen Inuk-Gesang.
Ihre Stimme bildet in ihren Liedern meist den einzigen Kontrast zu
elektronischen Sound und ekstatischen Rythmen.
Dies entspricht zwar nicht der ursprünglichen Form der
traditionellen Inuk Musik, doch dies ist auch nicht Tagaqs Ziel. Sie
hat die Musik modernisiert. Entdeckt wurde sie von Freunden von Björk,
die zufällig eine ihrer Performances in einer Kunstgallerie filmten.
Sie waren so sehr beeindruckt, dass sie ihr Björk vorstellten, die
direkt mit ihr kollaborieren wollte. Tagaq begleitete Björk sogar auf
ihrer Vespertine Tour und diese revanchierte sich mit einem Duett auf
Tagaqs Solo Album.(amazon.de)
Randi Tytingvag - Red
Eine schöne Platte, denkt
man beim flüchtigen Hören: gut arrangierte Lieder, einprägsame Balladen,
nicht ganz so melancholisch wie sonst häufig bei skandinavischen
MusikerInnen.
Beim aufmerksameren Zuhören entdeckt man dann den
besonderen Reiz: Hinter den jazzigen Klängen verbergen sich
rockig-elektronische Klänge, bei einigen Liedern hört man afrikanische
oder chinesische Rhythmen heraus und nicht selten erinnern die Lieder an
Chanson- oder Cabaretstücke.
Von den elf Stücken sind zehn
Eigenkompositionen, hinzu kommt noch eine gelungene und originelle
Version des Cole Porter Songs „My Heart belongs to Daddy".
POP / SINGER / SONGWRITER
Alela Diane - To be Still
Auf ihrem Debutalbum „The Pirate's Gospel" brachte Diane das Kunststück fertig, in dem stark besetzen Genre des Songwritings zu klingen wie kaum eine(r) vor ihr: New-Folk in seiner schönsten Form: tolle Melodien,spärlich instrumentiert und getragen von einer klaren, eindringlichen Stimme. Diane schreibt Lieder, die in ihrer Einfachheit berühren und zugleich unnachahmlich sind.
In ihrem zweiten Album knüpft sie genau da wieder an, auch wenn die Lieder ein wenig von ihrer Schlichtheit verloren haben und üppiger arrangiert sind.
Mohna – 1985-1994
Es ist schon gespenstisch, wenn eine erwachsene Frau ihre Stimme zu der
eines kleinen Kindes verstellt und so geheimnisvolle, introvertierte
Lieder singt. 1985-1994, neun Jahre im Leben eines jungen Menschen
präsentiert Mona Steinwidder alias Mohna auf ihrem ersten Soloalbum. Es
sind keine Kinderlieder, die sie eingespielt hat. Mit gebrochener
Stimme, von der manchmal nicht mehr als ein Flüstern übrig bleibt singt
sie zu verhaltenem Klavierspiel. Mohna scheint ganz isoliert in ihrer
eigenen Welt, der sie zum ersten Mal begegnet, als kleines Mädchen.
Mona Steinwidder ist ansonsten Keyboarderin und Sängerin der Hamburger
Indietronic-Formation Me Succeeds, das ebenfalls beim
Sunday-Service-Label beheimatet ist.
(Auszug "Album der Woche auf byte.fm") ( (Nov. 09)
POP / ALTERNATIV
Yoko Ono & Plastic Ono Band - Between my Head and the Sky und Yes, I'm a Witch
„I'm alive" singt Yoko Ono im letzten Song. „Und wie!", denkt man, denn es ist beachtlich, wie lebendig und kraftvoll das jüngste Album der 76jährigen klingt. Zusammen mit vielen exzellenten Musikern präsentiert sie einen experimentellen, kreativen Sound, der sehr vielfältig ausgerichtet ist: mal rockig, mal poppig mit Dub-Elementen versehen, mal verspielt, fast kindisch und immer besonders. Eine Platte, die einen ein bißchen verwundert zurücklässt.
Neu im Cid ist auch Yoko Onos' 2007 veröffentlichtes Album „Yes, I'm a Witch".
Als Musikerin musste Ono viel einstecken: in den 70ern wurde sie von den Pop-Kritikern belächelt und heruntergemacht, manche wollten sie sogar für den Untergang der Pop-Musik oder zumindest für den der Beatles verantwortlich machen. Deshalb - mit einem Augenzwinkern - der Titel der CD „Yes, I'm a Witch" . Es ist eine Remix-Platte aus alten Songs und zugleich eine Zusammenarbeit mit anderen Rebellinnen wie den Peaches, Le Tigre oder Catpower. Wenn auch musikalisch nicht so interessant wie „Between the Head..." gehört sie doch wegen ihrer feministischen Ausrichtung unbedingt in unsere CD-Abteilung!
Regina Spektor - Far
Nach „Begin to Hope“ von 2006 nun ein neues Album von Regina Spektor.
Glaubt man an Wiedergeburt, so wird Regina Spektor im nächsten Leben
als Seifenblase zur Welt kommen. Wird über Blumenwiesen schweben, über
Menschenmassen in Großstädten hinwegfliegen, mit Leichtigkeit Händen
entkommen, die versuchen, sie zu zerklatschen, und schließlich ganz
unaufgeregt im Himmel zerplatzen. So klingt Regina Spektor.
Erneut konfrontiert uns die junge Amerikanerin mit einer musikalischen
Leichtigkeit, die nicht zu schwer im Magen liegt und trotzdem nicht
kitschig wirkt. Wie schon bei ihren beiden Alben "Soviet Kitsch" und
"Begin To Hope" zuvor spielt bei "Far" das Klavier eine zentrale Rolle.
Schmalzige Balladen sucht man auf dem Album jedoch vergebens: Spektor
setzt das Tasteninstrument gekonnt unpathetisch ein, stupst es im
Stakkato an, setzt mit den Drums poppige Akzente.
(laut.de) (Nov. 09)
HIPHOP - RAP
Speech Debelle – Speech Therapy
Mit ihrem Debüt rennt Speech Debelle nun endlich die ohnehin schon
offenen Türen ein und gesellt sich zum erlauchten Kreis der anerkannten
UK-Rapper. Und die lange Arbeit hat sich gelohnt: "Speech Therapy"
kommt sehr komplett und durchdacht rüber. Produzent und Roots
Manuva-Intimus Wayne "Lotek" Bennett darf sich selbst auf die Schulter
klopfen.
Durchgehend jazzige, größtenteils mit akustischen Instrumenten analog
aufgenommene Instrumentals bilden die Grundlage der Lyrics über Liebe,
Hass, abwesende Väter oder Großmäuler in der Nachbarschaft. Es ist eine
Art Tagebuch, das die Probleme ebenso wie die Schönheit des Lebens in
eine musikalische Form presst.
(aus laut.de) (Nov. 09)
POP / TECHNO / ELEKTRO / LESBE
Fagget Fairys – Feed the Horse
Dass sich Minderheiten derjenigen Schimpfwörter annehmen, die sie
tagtäglich auf der Straße an den Latz geknallt bekommen, und diese
positiv umdeuten, ist nicht sonderlich neu. Der Name des Duos stellt
eine Variation auf wohl zwei der gängigsten Beleidigungen für
Homosexuelle dar.
Die Däninnen Carla Cammilla Hjort und Elena Carli Cosovic sind privat
ein Paar und haben mit "Feed The Horse" bereits einen der Electrohits
des Jahres abgeliefert. Die beiden sehen sich in erster Linie als DJs
und erst in zweiter als Produzentinnen. Nebenbei betreiben sie auch
noch das KünstlerInnen-Netzwerk ArtRebels. Mit ihrem Mash-up aus Booty
Bass, Dancehall, HipHop und Electro treiben sie sich derzeit nicht
alleine auf dem Dancefloor herum: Yo Majesty, Santigold oder die
umwerfende Ebony Bones sind nur einige weitere Beispiele aktueller
positiver Arschwackelei. Das Album hat ein oder zwei Hänger, macht
insgesamt aber riesigen Spaß. Und zur Balkanbeats-orientierten Hymne
"Oci", in der Elena auf Bosnisch toastet, da tobt der Affe wirklich im
Kreis. (intro.de) (Nov. 09)
POP / RIOT GRRRL / PUNK / FEMINISMUS
Peaches – I Feel Cream
Mit dem Peaches-Debüt sprach das Berlin der Postwendejahre durch den
Mund einer Kanadierin, die sich einfach alles herausnahm - und
gleichzeitig das pop-subversive Außen wie Innen mit neuer Kraft
ausstattete. "I Feel Cream" führt sie nun zu dieser Power zurück.
Sie prescht so fulminant ins Haus, dass man erst mal nur baff ist. Ich
verehrte einst das Debüt "The Teaches Of Peaches" wegen der geil
kickenden Beats und der noch geiler direkten Ansprache, die endlich mal
den Assaults und Jay-Zs dieser Welt ein Korrektiv entgegenstellte, das
nicht lustfeindlich daherkam. "I Feel Cream" setzt da an, da es ihr
erstes Album ist, das sich nicht einen Dreck um den EINEN Sound schert.
Das Leben ist zu schön, die Freiheit zu präsent, als dass man sie nicht
ausleben sollte. (intro.de) (Nov. 09)
ROCK / BLUES
Sandy Dillon – East Overshoe
Die erste Cd von Sandy Dillon war sozusagen „Album of the Year“ im
Cid-femmes. Dillon schafft es mit einer schrägen Instrumentierung und
ihrer rauen Stimme, den Blues neu zu definieren. Oft wird ihr der
Stempel „weiblicher Tom Waits“ aufgedrückt – es ist aber ungerecht, sie
darauf zu reduzieren, denn Sandy Dillon macht ganz eigene Musik,
krächzst und heult ihre minimalistischen Songs ins Mikrofon und nimmt
dabei Stellung: gegen die Todesstrafe oder für Menschenrechte.
Auch East Overshoe (von 2001) ist ein gutes Beispiel für ihre Musik,
die man vielleicht am besten als dreckig, schräg oder ungeschliffen
bezeichnen könnte.
(js) (Nov.09)
ROCK / ELEKTRO / ALTERNATIV / PUNK
Nisennenmondai – Destination Tokyo
Japan bringt noch echte Girlgroups hervor! Zu den hervorragenden OOIOO
gesellt sich im Cid nun Nisennenmondai, eine Drei-Frauenband dessen
Musik man als minimalistischen Elektro - Noise - Postpunk bezeichnen
könnte. Anfangs strapazieren sie schon etwas – wie auch OOIOO - unsere
Flimmerhärchen. Dies legt sich aber schnell und man ertappt sich dabei,
dass man diesem repetitiven und tanzbaren Beatrhythmus durchaus
einiges abgewinnen kann…
Nisennenmondai bedeutet im übrigen „Jahr2000-Problem“. (js) (Nov.09)
POP / PUNK / FEMINISMUS
Bettina Köster – Queen of Noise
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Berlin, Wien und New York, all
dies spiegelt sich in dem faszinierenden Solodebüt von BETTINA KÖSTER,
die - gemeinsam mit GUDRUN GUT - als Gründungsmitglied von
stilprägenden Bands wie MANIA D. und MALARIA zu den einflussreichsten
Protagonistinnen der neueren deutschen Musikgeschichte zählt.
Ihr kulturell übergreifender Ansatz und die daraus resultierenden
Aktivitäten wie Ausstellungen, Super 8 Filme, Mode sowie die Gründung
eines (Kassetten-) Labels ließen die Musikerin(nen) mitsamt ihrer
DIY-Haltung zu einem Vorbild für unzählige, nachfolgende Acts wie etwa
CHICKS ON SPEED werden.
Programmatisch im Ansatz, ist "Queen Of Noise", dessen Titel sich
übrigens auf ein Zitat von JOHN PEEL bezieht, der MANIA D. einst
liebevoll mit dem Prädikat "Queens Of Noise" versah, ein hypnotisches
Werk ohne Retro-Zierrat und falsche Sentimentalitäten.
Stilistisch angesiedelt zwischen Punk, Wave, Electro und Experiment,
verbinden sich Einflüsse von VELVET UNDERGROUND, GRACE JONES, DAF und
KRAFTWERK zu einem intensiven, sehr persönlichen Gesamtkunstwerk.
"Queen Of Noise" ist ein kunst-volles Konzentrat von Lebenserfahrungen
der zudem auch als Filmemacherin und Buchautorin aktiven Künstlerin -
und darüber hinaus eine reflektierte Auseinandersetzung mit der
Gegenwart (und der Musik-Szene). (amazon.de)
POP / ALTERNATIV
Hanne Hukkelberg – Rykestrasse 68
Die Norwegerin Hanne Hukkelberg ist ähnlich wie Laura Nyro eine
Folk-Erzählerin mit Hang zum Theatralischen. Gerne folgt sie völlig
alltagsuntauglichen Stimmungen und versenkt sich breit instrumentiert
darin. Sie scheint sich sehr unbeobachtet zu fühlen.
Die Gegenstände um sie herum helfen ihr beim Musizieren. Aber
versponnen-märchenhaft wird es nicht, eher arty-verspannt. Die
Arrangements bauen zärtliche Landschaften, die Refrains wollen nicht
auffallen, die Stimme schmeckt etwas hinterher, das auf ewig versunken
ist.
Auf dieser Platte schneit es immer, und es gibt die sonderbarsten
Eiskristalle an den Fenstern. Hukkelberg schafft eine Kunstmusik
zwischen Elektronika, Jazz und Folk, der es gerade immer noch gelingt,
auf wundersame Weise nicht gekünstelt zu klingen. (de:bug.de) (Nov.09)
ROCK / TECHNO / HIPHOP / FEMINISMUS
Amanda Blank – I Love You
Santigold hat im letzten Jahr die Männerdomäne an der Schnittstelle von
Rap und Pop zum Schmelzen gebracht. Jetzt ist ihre Freundin Amanda
Blank nachgerückt - und garantiert einen heißen Sommer.
Anfang August erscheint ihr Debütalbum "I Love You" - ein romantischer
Titel für ein textlich offensives Werk: mit sexuellen Anspielungen
geizt die Amerikanerin jedenfalls nicht; und sie hat dabei nichts
dagegen, wenn man ihr das als eine Art New Feminism interpretiert. Ein
Werk zwischen HipHop und Grime, das sich auch nicht vor der
Eingängigkeit eines Pophits fürchtet.
Denn Ms. Blank hat mehr zu bieten als vermeintliche Provokationen: sie
buhlt auch um Charts-Liebhaber. Fein produziert und von Freunden wie
Sizzla, Diplo oder Santigold unterstützt, dürfte "Might Like You Better
" ihr mehr als einen erfolgreichen Sommer ebnen.
(tonspion.de) (Nov. 09)
POP / RIOT GRRL / PUNK
Ebony Bones "Bone of my bones"
Wie ihr durchgeknalltes Karnevals-Outfit klingt auch die Musik von
Ebony Bones: ein schriller, wilder Gemischtwarenladen. Immer basierend
auf den Maximen des Punk. Laut, schroff, gegen jede Norm und vor allem
selbstgemacht.
Ebony Bones, das ist die 27-jährige Ebony Thomas aus dem Süden Londons.
Schon mit 24 hat sie ihre erste Karriere hinter sich: Sieben
Jahre lang hat sie in einer Soap mitgespielt, dazwischen aber auch,
ganz interdisziplinär, in "Macbeth".
Seit dem Ende ihrer Schauspielzeit tanzt sie wie ein hyperaktiver
knallbunter Paradiesvogel über die Hipster-Bühnen dieser Pop-Welt.
Allerdings sollte man sich von der schrillen Ästhetik nicht täuschen
lassen. Hinter Ebony Bones steckt mehr: evtl sogar DAS Riot Grrrl 2009.
So zitiert sie in dem Stück "I'm Ur Future X-Wife" das Stück "Mind Your
Own Business" der feministisch engagierten Post-Punk-Band Delta 5 aus
dem Jahr 79.
Überhaupt lassen ihre energiegeladenen Bühnenshows immer wieder an die britische Punk-Legende The Slits denken. (br-online.de)
POP / SINGER-SONGWRITER
Emily Jane White – Victorian America
Emily Jane White und ihr großartiges Album Dark Undercoat wurden hier
bereits des Öfteren lobend erwähnt. Nun hat die Amerikanerin heimlich,
still und leise eine neue Platte aufgenommen - “Victorian America” ist
seit dem 16. Oktober in Deutschland erhältlich.
Ein wenig opulenter instrumentiert als der Vorgänger ist das neue Werk,
aber kalifornische Unbeschwertheit sollte man auch diesmal nicht von
der Songwriterin aus San Francisco erwarten. Das Abgründige,
Nachdenkliche und Morbide liegt Emily Jane White einfach viel mehr.
“It’s not my job to create happy music”, sagt sie selbst - und genau
diese Einstellung ist es, die ihre Musik so hörenswert macht.
(roteraupe.de)
CHANSON
Eine ganz besondere Produktion ist
Die 19 gesungenen Kommentare zu den 30 Artikeln der
Menschenrechtserklärung bringen mit schmerzhafter Treffsicherheit
Themen der heutigen Zeit zur Sprache und zeigen auf, dass
Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Die Kompositionen für Klavier,
Gesang, Schlagzeug, vietnamesisches Holzschlagzeug und Perkussion
lassen aufhorchen. Mit zeitgenössischen Vertonungen und
unmissverständlichen Texten fordern ANA & ANDA zum Zuhören und zur
Auseinandersetzung auf: »Die Menschenrechte fallen nicht vom Himmel.
Sie bleiben uns nur erhalten, wenn wir uns immer wieder bewusst für sie
einsetzen.«
Als besondere Zugabe findet sich im Booklet der CD die
Menschenrechtserklärung im kompletten Wortlaut. So können Zuhörerinnen
genau nachvollziehen, worauf die Kommentare im Einzelnen Bezug nehmen -
und sich eigene Gedanken dazu machen. Das ist es, was sich ANA &
ANDA vor allem wünschen: Viel Nachdenken anzuregen - das möglichst auch
zum Handeln führen soll. Und so spenden die Beiden konsequenterweise
pro verkaufter CD einen Euro an amnesty international für ein
Frauenprojekt.
gewidmet Olympe de Gouges (1748-1793)
(Quelle: wolfsmutter.com)