Célia Mara
Santa Rebeldia
die Heilige der Widerständigen und Furchtlosen!
Die Brasilianerin Célia Mara trat in Clubs, Konzertsälen und Festivals
zwischen London, Wien und Moskau auf, sie präsentierte ihre Songs auf
Polit-Open-Airs, im Karneval in Brasilien und sogar in der Wiener
Staatsoper, beim Jazzfest Wien. Und jetzt kommt »Santa Rebeldia«, Célia
Mara's viertes Album. Die Künstlerin hat sich an den wilden Blüten rund
um ihre Heimatstadt Pedra Azul berauscht, in der Plastikkultur der
industriellen Welt geforscht, ausführlich über Emanzipationsbewegungen
reflektiert, alles zeitgemäß verpackt... das Resultat: Santa Rebeldia -
10 starke Tracks, voller Überraschungen, voller Geschichten.
Santa Rebeldia ist Bastardistas logische Weiterentwicklung, frischer
brasilianischer Bastardsound, eine interkontinentale Reise, ironisch,
sinnlich, rebellisch und frech. Respektlos surft Célia Mara zwischen
verschiedenen Stilen, schöpft aus dem immensen Reservoir der
Latino-Welt, verbindet Retro-Brasilien, Tango bis hin zur Nova MPB,
mischt traditionelle Afro-Grooves mit Funk und Reggae, würzt das Ganze
mit Ingredienzen aus Balkanfolklore, Glamour-Rock bis HipHop, verbindet
schließlich alles gekonnt in einem Wiener Elektronik-Konzept.
Inhaltlich schließt es an die Identitätsdiskussion an, die schon bei
»Bastardista« zentral war, es geht um Themen wie Kultur, Migration,
Liebe, Gewalt…
(Quelle: wolfsmutter.com)
Lange waren wir auf der Suche nach einer Frauenband aus Polynesien /
Neuseeland / Australien… Nun sind wir mit Moana & the Tribe fündig
geworden.
Moana Maniapoto ist in ihrer Heimat Neuseeland schon lange ein Star, belebte die Maori-Musik neu und setzte sich als politische Aktivistin und kämpferische Natur für die Rechte der Ureinwohner Neuseelnads, den Maori, ein. Das Bewusstsein, dass sich ein Zusammenleben nur im Miteinander beider Kulturkreise erreichen lässt spiegelt sich auch in ihrer Musik wieder. Ihr Musikstil ist eine Fusion aus Klängen traditioneller polynesischer Musik und modernen zeitgenössischen Musikstilen.
Ein betörender World-Music-Mix der spanisch / englischen Formation
LAXULA A.M.A. feat. MONTE PALAFOX. Das Quartett um die spanische
Sängerin und Songwriterin MONTE PALAFOX formierte sich im Frühjahr 2002
in London. Nach Einspielung ihres in Eigenregie veröffentlichten
Debütalbums tourte die Band unablässig und erspielte sich einen
hervorragenden Ruf als mitreißender Liveact. Zwei Jahre dauerten die
Arbeiten an 'In X-Ile'. Das musikalische Ergebnis ist ein brodelnder
Mix aus Flamenco, Tango, Klezmer, arabischen Einflüssen und dezenten
Rockanleihen. 'In X-Ile' präsentiert 13 atmosphärische Kompositionen
von hypnotischer Wirkung und ist ein ausgereiftes, sinnlich
verführerisches Album voller Intensität. (Quelle: amazon.de)
Zwei weitere CDs kommen von Künstlerinnen aus Mali, die man nicht mehr groß vorzustellen braucht: Oumou Sangare: Seya und von Rokia Traoré: Tchmantché - absolut hörenswert!
(js) Suden Aika nutzen traditionelle Texte der Kalevala, eines im 19. Jahrhundert auf Grundlage der mündlich überlieferten finnischen Volksdichtung zusammengestellten Epos. Sie formen daraus Vokalstücke mit eigenen musikalischen Ideen, die sie im Runenstil, in der Tradition der alten lyrischen RunensängerInnen interpretieren.
Die jahrelangen Erfahrungen der vier Sängerinnen in verschiedenen Bandprojekten und Chören, wie Värttinä oder Hedningara, verbinden sich zu einer neuen beschaulichen und mystischen Vokalmusik voller stilistischer Vielfalt.
(js) Etta Scollo, die Hamburg lebende Sizilianerin, widmet ihr Werk der berühmten sizilianischen Volkssängerin Rosa Balistrieri. Aufgenommen wurde die CD in Sizilien mit dem Orchestra Sinfonica Siciliana. Die gesungenen Alltagsgeschichten dieser großen Volkssängerin, der Edith Piaf Siziliens, wie Scollo auf ihrem Konzert im Hunsrück meinte, erzählen von Fischern, Piraten und Liebesdramen und faszinieren durch arabische und griechische Einflüsse. Etta Scollo hat die leidenschaftlichen Lieder der 1990 gestorbenen heimlichen Nationalheiligen Siziliens einfühlsam für Orchester arrangiert. Seelenvolle Gesänge mischen sich mit sattem Orchesterklang und feurigem süditalienischen Temperament.
(js) Bente Kahan ist eine norwegisch-jüdische Schauspielerin und Sängerin und entstammt einer bekannten chassidischen Familie, deren Mitglieder wesentlichen Anteil an der Entwicklung der jüdischen Sakralmusik hatten. In „Voices from Theresienstadt" interpretiert sie Gedichte der im KZ ermordeten Kinderkrankenschwester Ilse Weber, in „Home" präsentiert sie „Lieder und Geschichten von europäischen Juden" und greift auf die Wurzeln ihrer eigenen Familie zurück, die sie bis ins Spanien des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen kann, und die sich nach mehreren Migrationen durch Zentraleuropa in Norwegen niedergelassen hat. Bente Kahan schafft es immer wieder, ihre „Jiddischkeit" zu vermitteln und mit viel Fingespitzengefühl und Talent den Opfern des Holocaust zu gedenken und zu verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten.