Der Begriff Matriarchat („Herrschaft der Mütter") umfasst verschiedene Bedeutungen: So beschreibt er Gesellschaften, in denen Frauen in Familie und Gemeinschaftsordnung die Entscheidungsträgerinnen sind. Häufig wird diese Gesellschaftsform verbunden mit einem religiösen Symbolsystem, insbesondere der Verehrung einer weiblichen Gottheit. Anliegen der Matriarchatsforschung ist es unter anderem die kulturellen Hinterlassenschaften, wie archäologische Funde, Abbildungen von Göttinnen, in Märchen und Religionen überlieferte Mythen, aufzuzeigen und zu untersuchen.
In einzelnen feministischen Strömungen steht das Matriarchat - in Abgrenzung zum Patriarchat - für eine friedfertige und mit dem ökologischen System im Einklang stehende bessere Gesellschaft, wobei Frauen qua Natur zu friedfertigeren, emotionalen, mütterlichen Wesen erklärt werden. Dieser Ansatz wird auch von biologistischen und rassistischen Theorien aufgegriffen.
Feministinnen haben früh damit begonnen, Religionen auf ihre historischen und aktuellen Geschlechterbilder zu untersuchen. In dieser Rubrik versammeln sich Analysen der verschiedenen Glaubensrichtungen, feministische Ansätze zu Neuinterpretationen der religiösen Überlieferungen und Studien zur Rolle von Frauen als Glaubensvermittlerinnen und Gemeindemitglieder. Mehrere Biografien dokumentieren Leben und Theorie von Theologinnen und anderen Kirchenfrauen. Hervorgehobene Themen sind u. a. die Hexenverfolgung und die Kopftuchdebatte. Beleuchtet werden außerdem mythische Überlieferungen.
Unter dem Begriff weibliche Spiritualität werden verschiedene Frömmigkeitspraktiken (Rituale, Tanz, Meditation,...) vorgestellt.